Sonntag, 29. Juli 2012

27. Juli 2012, Esso, hoher Besuch aus der Stadt


Heute handelte es sich um Freitag den 27. Jul. Morgens erstmal Meeting im Parkoffice. Dann flatterte plötzlich die Nachricht bei uns ein das der Chefornithologe von Kamtschatka, Yuri Gerassimow aus Petropawlowsk, grade in Esso weilt und uns treffen wolle. Ein sehr unkomplizierter umgänglicher Mann der mit seiner sehr sehr interessanten Mitarbeiterin Julia 10 Minuten später bei uns im Office stand. Wir tauschten Ergebnisse und Informationen aus und er zeigte sich sehr an den Ergebnissen unserer Arbeit interessiert.
Dann Mittagsbaden am Bassin. Heute war dit Wasser sehr sehr warm und setzte uns danach Schach matt, die Folge war 1 Stunde Mittagsschlaf auf den Brettern die die Welt bedeuten am Rande des Bassins. Als ick und Cheiko erwachten hatten sich unsere Teamkameraden bereits aus dem Staub gemacht und wir erledigten pflichtbewusst noch die Tageseinkäufe.
Als wir stolz mit unseren mageren Russischkenntnissen erworbenen Waren vorzeigen wollten fanden wir das Office völlig verwaist vor. Einzig und mutterseelen allein kauerte Adria vor seinem Rechner uns archivierte seine aufgenommenen Vogelstimmen und auf die Frage wo denn die anderen Beiden seien zuckte dieser nur mit den Schultern, da Diese hier nie angekommen zu sein schienen. So meine im Scherz geäußerte Vermutung das die Beiden wohl irgendwo sitzen und saufen, fand 50m weiter die Straße herunter jedoch ihre lautstarke Bestätigung! Sie waren dem Jäger Nick ins Netz gegangen, und saßen, wie auch wir 2 Sekunden später, mit ihm auf seiner Terrasse und tranken fiesen selbst gebrannten Schnaps namens Samalgon!
Es war wirklich sehr dämlich von mir dass ick den juten Mann nicht vorher jefragt hab wie viel Prozent der jute Fusel hatte, dies tat ick leider erst hinterher. Die prompte Antwort war so zwischen 60% und 70% Prozent das wisse man nie so genau! Leute, ick hab seit ungefähr 13 Jahren keinen Tropfen harten Alkohol mehr angerührt und dann gleich so was! Ihbah, kann ick da nur mit den Worten meines Patenkindes erwidern, dit war wirklich ne janz tolle Erfahrung! Mir hat es gefühlt, erst die Speiseröhre und dann den Magen bis in seine tiefsten Windungen verätzt!
Ok, es bleibt wohl och in Zukunft dabei, Ben trinkt sowat auch weiterhin nicht! Ich erinnerte mich noch mehrere Tage an diesen Deutsch- Russischen Verbrüderungtrunk da er bei mir nicht nur ein süffisantes Grinsen hinterließ sondern auch die nächsten Tage andauerndes fieses Sodbrennen der kamschatischen Extraklasse!
Also No-Go für den weiteren Kamtschatkaaufenthalt: Trinke nie, wirklich niemals Selbstgebrannten mit Einheimischen!
Am Abend waren wir noch zum Kaninchen essen bei Judith geladen, wieder ein Abend der sehr spät und in absoluter Völlerei endete.

Na dann Mahlzeit!

Ben & Cheiko

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen