Heute
handelte es sich um Freitag den 27. Jul. Morgens erstmal Meeting im
Parkoffice. Dann flatterte plötzlich die Nachricht bei uns ein das
der Chefornithologe von Kamtschatka, Yuri
Gerassimow aus Petropawlowsk, grade in Esso weilt und uns treffen
wolle. Ein sehr unkomplizierter umgänglicher Mann der mit seiner
sehr sehr interessanten Mitarbeiterin Julia 10 Minuten später bei
uns im Office stand. Wir tauschten Ergebnisse und Informationen aus
und er zeigte sich sehr an den Ergebnissen unserer Arbeit
interessiert.
Dann
Mittagsbaden am Bassin. Heute war dit Wasser sehr sehr warm und
setzte uns danach Schach matt, die Folge war 1 Stunde Mittagsschlaf
auf den Brettern die die Welt bedeuten am Rande des Bassins. Als ick
und Cheiko erwachten hatten sich unsere Teamkameraden bereits aus dem
Staub gemacht und wir erledigten pflichtbewusst noch die
Tageseinkäufe.
Als
wir stolz mit unseren mageren Russischkenntnissen erworbenen Waren
vorzeigen wollten fanden wir das Office völlig verwaist vor. Einzig
und mutterseelen allein kauerte Adria vor seinem Rechner uns
archivierte seine aufgenommenen Vogelstimmen und auf die Frage wo
denn die anderen Beiden seien zuckte dieser nur mit den Schultern, da
Diese hier nie angekommen zu sein schienen. So meine im Scherz
geäußerte Vermutung das die Beiden wohl irgendwo sitzen und saufen,
fand 50m weiter die Straße herunter jedoch ihre lautstarke
Bestätigung! Sie waren dem Jäger Nick ins Netz gegangen, und saßen,
wie auch wir 2 Sekunden später, mit ihm auf seiner Terrasse und
tranken fiesen selbst gebrannten Schnaps namens Samalgon!
Es
war wirklich sehr dämlich von mir dass ick den juten Mann nicht
vorher jefragt hab wie viel Prozent der jute Fusel hatte, dies tat
ick leider erst hinterher. Die prompte Antwort war so zwischen 60%
und 70% Prozent das wisse man nie so genau! Leute, ick hab seit ungefähr
13 Jahren keinen Tropfen harten Alkohol mehr angerührt und dann
gleich so was! Ihbah, kann ick da nur mit den Worten meines
Patenkindes erwidern, dit war wirklich ne janz tolle Erfahrung! Mir
hat es gefühlt, erst die Speiseröhre und dann den Magen bis in
seine tiefsten Windungen verätzt!
Ok,
es bleibt wohl och in Zukunft dabei, Ben trinkt sowat auch weiterhin
nicht! Ich erinnerte mich noch mehrere Tage an diesen Deutsch-
Russischen Verbrüderungtrunk da er bei mir nicht nur ein süffisantes
Grinsen hinterließ sondern auch die nächsten Tage andauerndes
fieses Sodbrennen der kamschatischen Extraklasse!
Also
No-Go für den weiteren Kamtschatkaaufenthalt: Trinke nie, wirklich
niemals Selbstgebrannten mit Einheimischen!
Am
Abend waren wir noch zum Kaninchen essen bei Judith geladen, wieder
ein Abend der sehr spät und in absoluter Völlerei endete.
Na
dann Mahlzeit!
Ben
& Cheiko
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen